Der Schnuller... (muss weg!)
- Rafael
- 18. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate alt. Und ja – der Schnuller gehört immer noch zu seinem Leben. Nicht mehr rund um die Uhr, aber für den Mittagsschlaf und die Nacht ist er unverzichtbar.
Der Schnuller war für uns lange ein treuer Begleiter. Er hat unserem Sohn Trost gespendet, ihn beruhigt und uns durch viele anstrengende Momente geholfen. Über zwei Jahre war er ein kleiner Held des Alltags. Und ganz ehrlich: Der Schnuller ist nicht nur ein Stück Plastik – er kann sogar Leben retten. Studien zeigen, dass die Verwendung eines Schnullers das Risiko für plötzlichen Kindstod (SIDS) senken kann. Für uns war er also nicht nur praktisch, sondern auch ein Stück Sicherheit.
Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt: Es ist Zeit, Abschied zu nehmen.
Im Sommer haben wir das schon einmal versucht. Ganz behutsam, mit der bekannten Methode der Schnullerfee. Die Idee: Die Fee kommt nachts, nimmt die Schnuller mit und hinterlässt ein Geschenk – etwas, das er sich schon lange gewünscht hat. Klingt schön, oder? Leider nicht für unseren Sohn. Für ihn war die Schnullerfee plötzlich keine liebevolle Helferin, sondern eine gruselige Gestalt, die Schnuller stiehlt. Das ging so weit, dass er sogar Alpträume bekam. Eine Nacht musste ich bei ihm im Zimmer übernachten, weil er sich nicht beruhigen konnte. Selbst als die Fee unserem jüngeren Sohn neue Schnuller und eine kleine Süßigkeit brachte, konnte sie ihr Image nicht retten. Das Ganze endete in Tränen – und wir gaben auf. „Dann braucht er den Schnuller eben noch“, dachten wir.
Jetzt starten wir einen neuen Versuch. Diesmal ohne Fee, ohne Drama. Die Regel lautet: Der Schnuller ist nur noch für die Nacht da. Tagsüber, auch beim Mittagsschlaf, gibt es keinen mehr. Die Begründung ist ehrlich: Der Schnuller ist nicht gut für die Zähne. Und erstaunlicherweise akzeptiert er das. Natürlich sehnt er sich mittags noch danach, aber wir haben den zweiten Tag überstanden. Mal sehen, wie es weitergeht – Schritt für Schritt.
Unser Ziel? Bis Ende Jahr soll er komplett schnullerfrei sein. Wir geben ihm jetzt zwei Wochen Zeit, um sich an den Mittagsschlaf ohne Schnuller zu gewöhnen. Danach nehmen wir die Nächte in Angriff. Es wird sicher nicht einfach, aber wir sind zuversichtlich. Und vielleicht gehört auch ein bisschen Geduld und Humor dazu – wie bei so vielem im Papa-Leben.
Euch auch viel Erfolg dabei! Rafael



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